Artikel getaggt mit Kalesch

Reise in den Nordkaukasus, 3. Tag, eine bizarre Nacht

Wir stiegen also wieder von diesem Hügel herunter

Abstieg

Abstieg

und konnten beobachten, wie mit Touristen vollgeladene Jeeps den fast trockenen Bachlauf hochdüsten, um die Touristen in einem der vielen Lokalitäten abzuliefern, die ihnen den Aufenthalt mit einem folkloristischen Abend versüßen würden.

Jeeps im Flussbett

Jeeps im Flussbett

Auch wir wollten natürlich sehen, was die Adygen so zu bieten hatten. Vorher präsentierte uns allerdings die Natur ein phantastisches Schauspiel, nämlich diesen Sonnenuntergang:

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Und dann sahen wir, dass sich das wirklich sehen lassen konnte, was uns die Adygen sehen ließen:

Tracht

Tracht

Tanz

Tanz

Die Adygen haben Temperament, die Darbietungen animierten zum Mitklatschen und länger Verweilen. Wir verweilten allerdings nicht länger, denn es gab da ein klitzekleines Problem, eigentlich mehrere, sozusagen viele, zu viele, um es zu ignorieren: Angezogen vom Licht schwirrten Millionen und Abermillionen geflügelte Ameisen umher und nervten einfach nur noch:

fliegende Ameisen

fliegende Ameisen

Das machte eine spontane Umgestaltung des Abends notwendig, also verzogen wir uns in die Richtung des Flussbettes, denn dort gab es keine künstliche Beleuchtung. Der Mann im (Voll)Mond leuchtete uns den Weg:

Vollmond

Vollmond

Und dann war die Überraschung relativ groß, als wir feststellten, dass es mitnichten dort ruhig und womöglich romantisch wäre, nein, im Gegenteil, es war richtig gefährlich, weil ja die ganzen Jeeps jetzt sozusagen zeitgleich dieses Flussbett benutzen, um die Touristen wieder an die Küste zu bringen, die sie den ganzen Tag mühevoll heraufgekarrt hatten. Und somit ähnelte das Flussbett mehr einer Autobahn denn einem besinnlichen Ort fernab der Zivilisation und ein bizarrer Abend endete.

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Reise in den Nordkaukasus, 3. Tag, die Dolmen und eine Überraschung

Hier die weiteren Fotos der Dolmen, es gibt dort nämlich mehrere:

Dolmen I

Dolmen I

Dolmen II

Dolmen II

Dolmen III

Dolmen III

Dolmen III

Dolmen III

Von diesen Steinen geht eine positive, kraftvolle Energie aus. Ein Traum, ein absoluter Traum, aber ein durchaus realisierbarer Traum ist es, dort oben eine sternenklare Nacht zu verbringen, frei von störender Zivilisation, nervenden Geräuschen und das Auge trübendem Streulicht und sich ganz dem Sein hingeben. Mal sehen, vielleicht wird dieser Traum ja eines Tages wahr.

So, und nun zu der Überraschung: Es fragte mich mein Reiseführer, ob ich ein Experiment wagen würde, es gäbe dort den Startplatz zu Gott und man flöge dann direkt zu ihm, natürlich wäre das nur als One-way-ticket verfügbar. Nachdem ich einerseits ein experimentierfreudiger Mensch bin, und mir andererseits sicher war, dass sich mein Reiseleiter lästige Fragen seitens der russischen Administration über meinen Verbleib sparen wollte, habe ich zugestimmt und tatsächlich, nur wenige Meter von dem Dolmen III entfernt findet sich ein verwunschen wirkender Platz im Wald und in der Mitte dieser Lichtung steht einladend die Startrampe:

Startplatz zu Gott

Startplatz zu Gott

Ich habe mich als mit dem Rücke zu diesem Stein mit den Füßen auf die sich dafür aufdrängenden Steine am Boden gestellt und es ist unbeschreiblich, welches Gefühl einen dann durchströmt. Bilder können das gar nicht übermitteln, das muss man tatsächlich einfach erlebt haben, welche Kraft von diesem einen Stein ausgeht.

Startplatz zu Gott

Startplatz zu Gott - Rückseite

Abflug

Abflug

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Reise in den Nordkaukasus, 3. Tag, Kalesch und mein erster Dolmen

In Kalesch angekommen bezogen wir erst einmal unser schönes Quartier

Zimmer in Kalesch

Zimmer in Kalesch

Wir machten uns also auf den Weg in Richtung Dolmen. Dabei kamen wir an diesem Strauch vorbei, der mir irgendwie auch unbekannt ist, Gartenfreunde, könnt Ihr bitte nochmal helfen:

Welche Pflanze ist das?

Welche Pflanze ist das?

Jedenfalls ging es weiter über diese Hängebrücke, die über ein jetzt im Sommer ziemlich ausgetrocknetes Flußbett führt:

Hängebrücke in Kalesch

Hängebrücke in Kalesch

Blick von der Hängebrück

Blick von der Hängebrück

Dieser mir unbekannte Baum zog mich noch in seinen Bann – man beachte die Blattgröße! Und jetzt ist er nicht mehr unbekannt, es handelt sich um Es handelt sich um einen Paullownia tomentosa (Thunb. Murray) Steud. 1841, Scrophulariaceae, chinesischer Blauglockenbaum oder Kaiser-Paulownie. R. vielen Dank!

Blauglockenbaum

Blauglockenbaum

unbekannter Baum I

Blauglockenbaum I

Und hier, hier ist der Eingang zum Aufgang zum Dolmen. Schneewittchen wohnt hier jedenfalls nicht, sonst wären es Rosen und nicht Clematis, die den Eingang umranken. Allerdings ist die Clematis an dieser Stelle insofern auffällig, als dass mir sonst keine weitere Clematis in der Nähe aufgefallen ist.

Eingang

Eingang

Clematis

Clematis

Und somit keuchten meine Raucherlunge und ich diesen Berg hoch und wurden dafür mit dieser Aussicht belohnt.

Aussicht

Aussicht

Es ging weiter durch einen ehemaligen Obstgarten

Obstgarten

Obstgarten

direkt auf meinen ersten Dolmen zu.

Dolmen

Dolmen

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Reise in den Nordkaukasus, 3. Tag, Weiterfahrt nach Kalesch

Gestärkt nach dem leckeren Mittagessen hatten wir noch einige Zeit, bis der Bus nach Kalesch ging. Diese Zeit nutzten wir mit einem Strandaufenthalt. Schon der Weg dorthin offenbarte ein typisch touristisches Ambiente mit Souveniershops, Imbissen und ähnlichem:

Souvenirstand

Souvenirstand

Imibissbuden

Imibissbuden

Vorher kamen wir aber noch an diesem “Kunstwerk” vorbei – das passiert, wenn irgendein Dödel durch das frisch betonierte latscht und sich anschließend kein Mensch darum schert:

Fußspuren

Fußspuren

Vielleicht ist das aber auch der Walk of fame von Lazarevskaya.

Und immer wieder werden unterschiedlichste Dinge am Straßenrand angeboten:

Mir fällt beim besten Willen nicht mehr ein, wie diese grünen Früchte heißen

Mir fällt beim besten Willen nicht mehr ein, wie diese grünen Früchte heißen

Vor meiner Reise wurde ich ja gewarnt, dass mich bestimmt ein Bär im Kaukasus fressen würde. Gesehen habe ich einen, gefressen hat er mich aber nicht

Bär im Kaukasus

Bär im Kaukasus

Und nach dieser Unterführung

Weg zum Strand

Weg zum Strand

hat man es geschafft, und der Strand breitet sich vor einem einladend aus:

Strand in Lazarevskaya

Strand in Lazarevskaya

So, und nach zweimaligem Abkühlen im schwarzen Meer (sehr angenehme Wassertemperatur und weniger salzhaltig als das Mittelmeer), ging es dann mit dem Bus in Richtung Kalesch:


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Busfahrt

Busfahrt nach Kalesch

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